Hallo zusammen,
ja... nun hab ich Zeit mein Erlebnis vom Mittwoch den 16.11.2010 in Worte zu fassen...

Am Montag Abend war mir klar das es bei Leila nicht mehr lange dauern könnte. Ich hab mich echt riesig auf diesen Wurf gefreut, Black Velvet Weiss Schecke mal Ebony Hetero extra Dunkel, ist ja doch immer spannend was dabei raus kommt.

  
Leila und Gino 2 Tage vor der Geburt

Am Dienstag morgen bin ich dann nur kurz ins Chinzimmer, hab Leila kurz beobachtet und sah das sie in den Presswehen war. Also nicht stören, schnell drei Stunden arbeiten gehen und gucken was es wird.. Voller Vorfreude bin ich dann Mittags schnell nach oben ins Zimmer und sah.. nichts.. Leila vollkommen erschöpft und kein Baby.. Hab Leila dann rausgenommen und geguckt. Ich sah eine Fruchtblase mit einem kleinen Näschen. Also TA angerufen, Leila warm eingepackt und los. Sie hat dann Wehenmittel und Calzium gespritzt. Eine dreiviertel Stunde sollt ich abwarten, wenn dann noch nichts passiert wäre, sollt ich in Oldenburg anrufen und das da kontrollieren lassen. Wieder zuhause angekommen tat sich aber gar nichts. Nach ner halben Stunde hab ich dann in der Kleintierklinik angerufen und hab mich auf den Weg gemacht. Die Strecke war unendlich. Eine halbe Stunde ist mir noch nie so lange vorgekommen. Dort angekommen sind mir die fünf Minuten Wartezeit auch als eine kleine Ewigkeit in Erinnerung. Schnell wurde dann ein Röntgenbild gemacht. Darauf konnte man zwei Babys erkennen, eins im Geburtskanal und eins noch weiter im Bauchraum. Dann schnell das Ultraschall um zu gucken ob noch Herzzeichen vorhanden sind. Ganz schwach haben wir es dann gefunden, allerdings nur ein kleines Herzchen.

  
Hier seht ihr die Röntgenbilder von Leila und Ihren Babys.

Schnell haben wir uns dann für einen Kaiserschnitt entschieden. Also dann mal los, eineinhalb Stunden sinnlos in Oldenburg rumfahren und hoffen das die Zeit schnell vorbeigeht. Eine halbe Stunde eher als vereinbart bin ich dann wieder zurückgefahren und durfte direkt zu meinen beiden Schätzen. Leila war noch total verpennt und klein Elmar ging es nicht besser. Er hatte auch einiges von der Narkose abbekommen. Seine kleine Schwester die noch hinten im Bauchraum war hatte es nicht geschafft. Komisch wenn ich bedenke das Elmar mindestens 4,5 Stunden im Geburtstkanal steckte. Also warm einpacken und ab nach Hause.

  
Leila und Elmar direkt nach der Geburt

Ich bemerke schon am Abend das seine Pfote nicht richtig funktionierte, er lief auf dem Handgelenk. Schnell war mir auch klar das Leila den kleinen nicht annehmen würde und ich habe am nächsten Morgen den Versuch gestartet ihn Jolina unterzujubeln. Sie hatte 7 Tage zuvor Ihre Babys bekommen. Das klappte auch erstaunlicherweise sehr gut und er durfte sofort bei ihr trinken. Zeitweise hab ich dann auch die Adoptivgeschwister mal weggenommen, damit Elmar eine gute Chance auf die Milchbar hatte. Drei Tage ging das gut und mir schien das der kleine gut bei der Sache war. Ausserdem war seine Lähmung in der Pfote auch so gut wie weg. Danke an Gerrit für den Massage Tip :)

  
Elmar im Alter von zwei Tagen

Von einer Stunde auf die andere lag er dann aber halbtot im Käfig, eiskalt. Wie durch ein Wunder hab ich ihn aber doch wieder Angang bekommen und er kam wieder bei. Nunja, zurücklegen möchte ich ihn nun auch nicht. Ab dem Zeitpunkt war klein Elmar bei mir. 30 Euro musste ich bezahlen weil ich mich nicht anschnallen konnte im Auto. Schließlich war der kleine genau da wo der Anschnallgurt langging... Sollte ich ihn zerquetschen? Polizisten sind auchherzlos. Naja, die 30 Euro waren mir auch egal. Am Dienstag ging es ihm noch echt super. Er hüpfte quer über den Tisch und war echt gut bei der Sache. Ich freute mich irgendwie, immerhin war es nicht selbstverständlich das eine Handaufzucht durchkommt. In der Nacht zum Mittwoch wurde er ann aber doch schwächer. Seine Milch musste ich mehr oder minder in ihn reinquälen :( Gegen fünfzehn Uhr ist er dann letzendlich doch über die Regenbogenbrücke gegangen.

Machs gut mein kleiner Schatz, ich werde dich echt doll vermissen, komm gut an am anderen Ende des Regenbogens und ärger deine kleine Schwester nicht so.

Leila geht es glücklicherweise sehr gut! Am Montag werden die letzten Fäden gezogen und dann darf sie wieder umziehen in ihren Käfig. Immerhin hat sie es erstaunlich gut überstanden.

Vielen vielen Dank an dieser Stelle noch mal an die Tierarztpraxis Dänekas in Remels und Tausend Dank an das Zentrum für Kleintiermedizin in Oldenburg.

Steerner Chinchillas